Böhse Onkelz - 25. Juni 2015 - Hockenheimring

Nachdem ich beim großen Comeback der Onkelz 2014 schon dabei sein durfte, wollte ich mich überzeugen ob man an die Leistung anknüpfen kann. Und man kann!

 

Zwar ist die Veranstaltung, die unter dem Titel "Böhse fürs Leben" läuft, mittlerweile doppelt so groß wie im letzten Jahr (rund 400.000 Menschen kommen insgesamt an 4 Tagen!), doch ist die Stimmung im Vorfeld viel gelöster. In Extremo sind der einzige Support dieses Jahr und zeigen, dass sie in der Lage sind, eine solch große Menge im Griff zu haben. Daumen hoch für die Berliner, die live metallischer klingen als vermutet.

 

Die Onkelz kommen dieses Jahr ohne Ben Becker als Anheizer (Gott war das peinlich letztes Jahr!) und ohne Orchester aus- und das ist auch gut so! 3 Stunden und 15 Minuten Onkelz pur...der Wahnsinn geht vom ersten Moment an voll los und stoppt erst nach den (leider etwas zu) obligatorischen "Mexiko" und "Erinnerung" am Ende. 

 

Hinterfragt man die Onkelz 2015, so wird klar, dass es nur um Profite geht. Auch wenn Stephan Weidner auch während des Konzertes nicht müde wird, zu betonen, wie viel Spaß man am Musizieren vor den Massen hat, so wirken die Onkelz 2015 sehr weit weg von den Fans...mit einer Ausnahme: Pe!  Der Drummer macht minutenlang Fotos mit den Fans und verbleibt ewig im Bühnengraben nach dem Konzert. Seis drum- allein die gigantische Bühne und die tolle Location, gepaart mit der megalangen Spielzeit lassen den Ticketpreis winzig erscheinen...dazu kommt, dass der Sound dieses Jahr lauter und metallischer ist als im letzten Jahr. Es rockt einfach mehr diesmal! Die Onkelz bleiben- und sie haben noch lange nicht genug! Genau wie ihre Fans...

3 Kommentare 28.6.15 03:15, kommentieren

Fortarock Open Air 2015 - 6. Juni 2015 - Nijmegen/Holland

Zum dritten Mal in Folge waren wir jetzt zum Eintages-Festival nach Nimwegen(deutscher name der Stadt) und es hat sich wieder gelohnt! Die Veranstalter hatten im Vorfeld den Preis von 80 auf 49 Euro gesenkt, weil man nach eigenen Angaben außer Slipknot keinen hochkarätigen Act präsentieren konnte. Fair kann man da nur sagen...

 

Das gelände wurde zwar etwas verkleinert, aber besser so, als wenn es sich verläuft. Und die sonst so gigantische Hauptbühne wurde durch eine weniger imposante ersetzt...das sind aber auch alle Kritikpunkte, die man am Fortarock 2015 haben kann. Doch nun zur Einzelkritik:

 

Godsmack spielen früh am Tag, sind aber die Sieger des Festivals! Toller, eingängiger Sound und Bombensongs! SO und nicht anders klingt moderner US-Metal!

 

Ich war nie Fan von Papa Roach und für mich gehören sie auch nicht auf ein Metal-Festival, aber das Engangement, dass die Jungs um Koby Dick hier auf die holländischen Bretter legen ist beeindruckend. Daumen hoch, auch wenn die Musik nie mein Ding sein wird.

 

Im Gegensatz zu Dying Fetus- die Amis zeigen wie Extremmetal aussehen und vor allem klingen muss!

 

Exodus sind cool und bleiben es auch...auch wenn die Jungs etwas in die Jahre kommen langsam. Aber allein für "Blacklist" lohnt das Konzert schon.

 

Lamb of God hatte ich vor fast 10 Jahren schon eimal gesehen. Und damals war ich mir sicher: Die Jungs werden einmal ganz groß! Und heute kann man das Ergebnis bewundern. Die Pause wegen der Gerichtsverhandlung von Sänger Randy Blythe hat der Band nicht geschadet. Druckvoll,hart, komromisslos groovend- Lamb of God zeigen, dass sie zu den ganz Großen gehören!

 

Im Gegensatz zu Converge...wasn Scheiß!

 

Epica zeigen, dass ihnen der Heimvorteil gut tut. Gesanglich und musikalisch mit Power und Herz, gefallen mir Epica heute viel besser, als vor einigen Monaten in Luxemburg auf der Tour.

 

Hatebreed zeigt auf Bühne 2, wie geil sie immernoch aufs Livespielen sind und Venom tun es ihnen nach auf Bühne 3! Zwei tolle Auftritte und doch wartet alles auf den Hauptact...

 

Und Slipknot sind heute ebenfalls stärker als auch der Tour! Auch wenn die Amerikaner nie mein Ding sein werden, zeigen sie mir heute, dass sie doch in der Lage sind, Stimmung zu machen...

 

Das Fortarock ist auch in der abgespeckten Version die Reise wert! Hoffen wir auf ein tolles Lineup 2016!

28.6.15 02:48, kommentieren

Slipknot - 02.02.2015 Esch-Alzette(Lux) - Rockhal

Ich war nie wirklich ein Fan von Slipknot. Dennoch besitze ich diverse CDs der Band seit über 10 Jahren, die erste (Iowa) erwarb ich im Jahre 2002. Ich weiß noch, dass ich schon damals nicht verstand, wieso amerikanische MTV-Kids solch harte Musik hören(ein Phänomen, dass man auch bei Suicide Silence und-in Europa-bei Heaven Shall Burn beobachten kann). Das ist das Problem der neuen amerikanischen Metalszene allgemein-es ist weniger die Kommerzialisierung von Bands wie Slipknot oder Korn, vielmehr der dreist-gewollte Tabubruch, der Metaller in Europa nur schmunzeln lässt, mit nur einem wahren Ziel: Der Geldmacherei! Hierzu war anfangs auch Marilyn Manson zu zählen, jedoch hat Manson sich zu einem ernsthaften Künstler weiterentwickelt, abseits der Mainstream-Popkultur, Slipknot taten dies nicht! Mehr noch, von Album zu Album wurde der Härtegrad seichter, eine echte Aussage sucht man noch immer vergebens.

 

Dennoch wollte ich die seltene Gelegenheit nutzen, mich live eines Besseren belehren zu lassen. Der Ticketpreis war zwar abschreckend(rund 65 Euro!), jedoch erwartete ich dafür eine tolle Bühne mit allerhand Gadgets und eine lange Spielzeit. Und vielleicht sogar ein bisschen Seele...

Nachdem wir uns also an allerhand Deppen im Publikum vorbei gequetscht hatten(Basecap und Emofrisuren überall...wo sind die Headbanger?), bezogen wir Stellung im vorderen Drittel der immer wieder tollen Rockhal, die mit rund 6500 Mann schon seit Monaten ausverkauft war. King 810, eine Band, die von Slipknot selbst gepuscht wird, eröffnen den Abend. Musikalisch unausgereift, aber mit einem tollen Sänger wirken King noch nicht ganz reif für Bühnen dieser Größenordnung.

 

Nach erfreulich kurzer Umbaupause fällt der Vorhang(nach einem völlig misratenen Intro mit Gesang, der vom Band kommt!) und Slipknot feuern fast nur Hits raus aus allen Teilen der Bandgeschichte. Das neuste Album kommt dabei erfreulicherweise zu kurz. Feuerfontainen und die beiden Trommelschlümpfe links und rechts mit ihren überdimensionalen, dreh-und höhenverstellbaren Pauken wissen zu gefallen. Eine tolle Bühne zweifelsohne, aber was beibt darüber hinaus? Die Band macht stimmige Ansagen, Corey Taylor ist super bei Stimme und das Publikum geht gut mit. Wenn man sich Taylor und seine Mannen aber mal genauer ansieht, hinter die Masken schaut und dann noch einen Blick auf die Fans wirft, dann ist Slipknot nur noch eines: Eine Band aus Opfern für Opfer! Ein Paradebeispiel der langweiligen amerikanischen Mainstream-Metalszene, die einzig und allein auf Profit aus ist! Dazu passt auch die Spielzeit, denn Slipknot gehen bereits nach nichtmal anderthalb Stunden schon wieder von der Bühne. Das ist bei 65 Euro Eintritt(von den Tourshirts für 35(!)Euro haben wir eh die Finger gelassen-bekommt man bei EMP für nichtmal 20 Scheine!)einfach viel zu wenig...enttäuschend und das trotz eher geringer Erwartungshaltung!

7.2.15 15:52, kommentieren

Inquisition - 27.01.2015 Esch-Alzette(Lux)

Bislang konnte ich Inquisition zweimal sehen, das erste mal als eine von mehreren Supportbands von Cradle of Filth/Behemoth und dann noch auf dem PartySan-Open Air 2014. Nun also endlich eine Headlinertour des ungewöhnlichen Black-Metal-Duos aus Kolumbien/USA. Blackdeath aus Russland eröffnen den dunklen Reigen und wissen durchaus zu gefallen. Nicht sonderlich einfallsreich und auch recht lustlos, aber zumindest musikalisch gute schwarzmetallische Kost aus einem Land, von dem man nicht mal wusste, dass es eine solche Szene besitzt. Der Sänger scheint allerdings einem Beduinenvolk angehören-anders kann man sich die eigentümliche Kopfbedeckung nicht erklären. A propos eigentümlich: Ondskapt aus Schweden gehen engagierter zur Sache, jedoch ist auch hier der Sänger recht bizarr "geschmückt". Mit Kapuze und Knochenkette behangen(mein Nebenmann bemerkt scherzhaft:"Da haben aber einige Brathühner dran glauben müssen!")wirkt alles etwas zu sehr gewollt böse, aber dennoch musikalisch durchaus zu gebrauchen. Genau wie Archgoat aus Finnland. Der Dreier mit ultratiefem grindlastigen Gegurgel bewegt sich zwar kaum, aber der Dampfhammersound ist bombe. Irgendwie werden es heute von Band zu Band immer weniger Musiker auf der Bühne! Mit Inquisition sind es nur noch zwei. Die jedoch hatten noch nie ein Problem damit, ein Duo zu sein. Und wieder ist man als Zuschauer erstaunt, wie sehr der Sound der (Wahl-)Amerikaner überzeugen kann. Fette Riffs, sphärische Klänge und ein Stahlgewitter von den Drums. Das alles in Kombination mit dem fast schon gemurmelten (Sprech-)Gesang von Dagon und den Ohrwürmern, die die Band heute Abend aufbietet, macht Inquisition zu einem der ernsthaftesten Vertreter des Black Metal unserer Zeit. Daumen hoch, auch wenn die Spielzeit des Headliners doch etwas kurz ausfiel.

7.2.15 15:16, kommentieren

Deicide - 02.12.14 Trier

Svart Crown legen los wie die Feuerwehr und haben auch echte Knaller in der Setlist zu bieten. Eine echte Überraschung!

 

Deicide dagegen sind wenig überraschend, aber dafür umso dominanter. Ohne großes Headbanging zeigen die Amis, wo der Hammer hängt. Die genialen Songs wissen zu gefallen, die auf Streit ausgelegten Assis im Pit jedoch nicht. Schade, denn Bands wie Bolt Thrower oder auch die Cannibal Corpse haben die klar besseren Fans! Und schade auch, dass Deicide schon nach etwa 80 Minuten von der Bühne gehen. Dennoch ein tolles Konzert zum kleinen Preis. So muss es sein...keep supporting Death Metal!!!

8.12.14 20:20, kommentieren

Epica - 20.11.14 Esch-Alzette(Lux)

Dagoba eröffnen den Abend und sind mir persönlich viel zu "unrund". Klar, die Franzosen werden gefeiert als Quasi-Lokalmatadore(die französische Grenze ist nur einen Steinwurf entfernt!), jedoch ist der moderne Sound kein Garant für Hits- und an denen fehlt es Dagoba ganz klar.

 

Drangonforce dagegen waren zwar noch nie mein Ding, aber die Briten zeigen heute dennoch, dass man kein Fan von True Metal sein muss, um sie zu mögen. Das Posing stimmt, die Gitarristen sind über jeden Zweifel erhaben und wirklich jeder Song ist ein Ohrwurm. Daumen hoch!

 

Epica hatte ich noch nie gesehen bis dato. Dabei ist Metal mit Frauengesang schon immer ein Favorit für mich gewesen. Nightwish(damals noch mit Tarja), Within Temptation, Lacuna Coil- allesamt wussten live zu gefallen. Doch Epica können mich heute nicht vollends überzeugen. Dafür, dass es das erste Konzert der Tour ist, wirken die Jungs und das Mädel zu unengagiert an diesem Abend. Es scheint, als wäre das Touren für Epica eher lästige Pflicht, (wenn man von der Musik leben will), denn eine Herzensangelegenheit. Schade, denn Simone ist nach wie vor ein echter Blickfang und auch gut bei Stimme und auch die Jungs geben ein einheitliches Bild ab. Aber vielleicht ist genau das das Problem: Alles wirkt sehr routiniert und insgesamt zu versiert. Hinzu kommt, dass Epica einfach zu wenig echte Hits haben, die Langzeit-Überlebens-Charakter haben. Ok, jedoch nicht mehr.

8.12.14 20:11, kommentieren

Insomnium - 16.11.14 Köln

Nachdem Ich Insomnium bisher nur auf Festivals(Withfullforce 2011) und als Support(Children of Bodom Tour 2013) gesehen hatte, wo sie beide male überzeugen konnten, waren meine Erwartungen hoch bei deren erster Headlinertour. Stamina, ebenfalls aus Finnland sind gut gelaunt, machen Spaß und v.a.Krach! Dem dankbaren Publikum gefällt's, mir nicht. Was aber größtenteils an dem Gesang liegt und an dem eher schwachen Songmaterial- sympathisch sind die Jungs allemal! Fleshgod Apocalypse sorgen zunächst für Verwirrung: Ausgestattet mit Opernsängerin, Klavier und Sacko nebst Fliege sind die Bombast-Riffer der Blickfang des Abends. Man fragt sich "was soll das?" und wird mit der ersten Ansage sofort erlöst:"We are Fleshgod Apocalypse from Italy!"...achso! Na dann is das Brimborium auch völlig legitim!:D Die Songs knallen ordentlich, die Band ist hochmotiviert und das Material hat Hitcharakter. Den Operngesang brauche Ich persönlich bei der Musik nicht, dennoch die Überraschung des Abends. Insomnium legen unspektakulär los. Und dieses Wort trifft das gesamte Konzert ganz gut. Die neuen Song sind teils zu seicht, teils zu viel clean gesungen und selbst die alten Hits kommen nicht ganz überzeugend rüber an diesem Abend. Die Atmosphäre ist gelöst und entspannt und so wirken Insomnium heute recht drucklos und etwas langweilig. Ein gutes Konzert zweifelsohne, jedoch nicht mehr!

18.11.14 13:00, kommentieren

Bolt Thrower - 1.11.14 Saarbrücken

Nach langer Durststrecke sind die englischen Götter des groovenden Death Metal wieder auf Tour. Was wieder einmal von Anfang an auffällt, ist die Non-Commerce Einstellung der Briten. Angefangen beim Ticketpreis(19 Euro!), über Merchpreise(T-Shirt für 12 Euro!) bis hin zu der Tatsache, dass Bolt Thrower wieder einmal tolle Supportbands im Schlepptau haben...Sympathiepunkte ohne Ende. Doch zunächst zu den anderen Bands: Vallenfyre eröffnen und wissen allein durch die Lautstärke erstmal zu beeindrucken. Auch wenn Konzerte in der Saarbrücker Garage meist recht laut sind- so wie es sich gehört- so ist der Pegel heute schlicht und ergreifend zu hoch! Selbst Ich als großer Fan richtig lauter Konzerte bin froh, Ohrstöpsel dabei zu haben. Ansonsten sind die Nordengländer nicht mein Fall. Roh, hart, aber nicht eingängig...Krach von der Basis eben. Ganz anders Morgoth: Die Deutschen stellen von Anfang an klar, dass die Elektro/Gothik- Ausflüge der Vergangenheit angehören und prügeln ein klasse Set auf die feiernde Masse, welches zuweilen an Obituary erinnert. Daumen hoch...auch für Bolt Thrower-nachdem sie 2007(Malevolent Creation!) und 2008(Kataklysm!) schon sehr starke Supports aufbieten konnten, enttäuschen Sie auch dieses Mal nicht in dieser Hinsicht! Und auch nicht in irgendeiner anderen: Die Herren- und natürlich die Dame- treten von Anfang an als die Götter auf, die sie in der Szene sind! Ein Hit jagt den nächsten, kein einziger Rohrkrepierer ist dabei. Honigkuchenpferd Karl Willets(der einzig wahre Bolt Thrower Sänger!) hüpft und grinst über die Bühne, dass man einfach angesteckt wird von seiner positiven Art. Mit breitem Grinsen, ungewohnter Agilität und v.a.noch ungewohnterer toller Stimme reisst er die Menge mit und hat auch die letzten Reihen fest im Griff. Jeder weiß, dass Willets live meist ganz anders klingt als auf CD, jedoch ist dies heute nicht der Fall. Welch überraschende megatiefe Grunzer der alte Mann noch drauf hat- Wahnsinn! Am Ende bleibt die Erkenntnis, dass Old School Death Metal immernoch live den jungen Hüpfern die Grenzen aufzeigt und dass Bolt Thrower einfach die besten sind und bleiben. Punkt!

15.10.14 01:33, kommentieren

PartySan Open Air - 6.-9.8.2014

Nachdem Ich mehrfach gelesen hatte, dass das PartySan im thüringischen Schlotheim das entspannteste Festival überhaupt sein soll, war für mich klar, dass Ich als Freund der richtig harten Klänge dieses Jahr dort mein Zelt aufschlagen werde!:D Und alle Vorschusslorbeeren waren gerechtfertigt. Entspannte Menschen überall, das geilste Lineup überhaupt, toller Sound ein spitzen Konzert-und Zeltgelände, super Preise fürs Ticket(66 Euro),das Festivalshirt(15 Euro) und fürs Bier(2,50 Euro für 0,4l!)...das gefällt dem Todesmetaller! Highlights neben den starken Headlinern(Watain, Marduk, Satyricon, Obituary, Kreator) waren ganz klar das Duo Inquisition und die Schwarzwälder Unlight! Hammerkonzerte an jedem der drei Festivaltage...dazu gutes Wetter und allerhand Gadgets wie Feuerfontainen und die allabendliche Flag und fertig is das perfekte Festival! Das Motto trifft ins Schwarze:"Hell is here!"!!!:D

22.8.14 19:17, kommentieren

Böhse Onkelz - Hockenheimring 20.06.2014

Nach knapp 10 Jahren Abstinenz geben die Onkelz ihr Comeback vor 100000 Menschen am Hockenheimring. Nachdem Ich die Onkelz zwischen 1996 und 2002 bereits sechs Mal live sehen konnte, waren meine Erwartungen entsprechend hoch...auch wenn Ich die Band seit Jahren eigentlich nicht mehr höre. Nichtsdestotrotz war die unter dem Titel "Nichts ist für die Ewigkeit" angekündigte Veranstaltung bereits bei ihrer Ankündigung das Konzertereignis des Jahrzehnts. Die Wahrheit liegt bekanntlich auf dem Platz und daher waren alle gespannt, wie sehr man den Jungs die lange Pause anmerken würde. Nachdem Soulfly und die total unnötigen Limp Bizkit als Anheizer die meisten Onkelzfans ziemlich kalt gelassen haben, gings nach überraschend kreativ genutzter Umbaupase(Onkelzmädels zeigen ihre Hupen!) mit Vollgas los und siehe da-die Onkelz sind wieder da und es scheint, als hätten sie nichts verlernt. Kevin ist entgegen allen Befürchtungen sehr gut bei Stimme und das über die gesamten drei(!)Stunden Spielzeit, Stephan quatscht immernoch zu viel, Gonzo ist jetzt Cowboy und Pe hat Haare!:D Kritikpunkt ist die Songauswahl, die doch einige Rohrkrepierer hat und v.a.die lange Balladenphase lässt die Stimmung leider zu weit runtergehen im Mittelteil des Konzertes. Hier sind wir aber schon wieder beim Positiven, denn allein die hierfür genutzte kleine Bühne inmitten der Hunderttausend ist schön nah am Publikum. A propos Bühne: Die Onkelz haben Wort gehalten...noch nie hat man so eine fette Bühne gesehen! Die Boxentürme sehen aus wie Raketenabschussbasen, überall sind weitere Boxentürme und Leinwände, sodass man wirklich von überall etwas sieht. Dazu gibts noch einige Pyros und Feuersäulen, die die perfekte Show abrunden. Die Onkelz sind wieder da...und sie bleiben! Auch wenn Ich persönlich v.a.die Assis im Publikum nicht mehr brauche, ist es schön dass das Feindbild Nr.1 wieder krach macht! Aber ab jetzt bitte ohne Ben Becker als Anheizer-was sollte die mega peinliche Vorstellung???:DD Und gerne öfter mit solchen Überraschungen in der Setlist wie "Koma" oder "Der Himmel kann warten"! Daumen hoch!

27.6.14 03:02, kommentieren